Onkologie

Abteilung für Onkologie, Innere Medizin, HNO und Gynäkologie

Indikationen:

  • Anschlussheilbehandlungen (AHB) nach malignen Tumoren im Bereich:

      » weibliche Brustdrüse 10 e
      » Schilddrüse 10 l
      » Atmungsorgane 10 c
      » Pharynx-Larynx 10 h
      » Niere, ableitende Harnwege (Prostata) und männliches Genitale 10 d

  • Stationäre Heilverfahren bei jeder Form von malignen Erkrankungen und malignen Systemerkrankungen (z. B. Morbus Hodgkin, Non Hodgkin, lymphatische Erkrankungen, Leukämien)
  • Psychoonkologie: Psychische Begleit- und Folgeerscheinungen bei oder nach überstandener Tumorerkrankung (Erschöpfungszustände, Angst- und depressive Verstimmungszustände)
  • Gastroenterologische Erkrankungen 05
  • Mitbehandlung internistischer und orthopädischer Begleiterkrankungen
  • Im Einzelfall auch stationäre Heilverfahren bei nichtonkologischen Erkrankungen (auf Nachfrage)

Diagnostik:

Der Schwerpunkt liegt auf der Behandlung und nicht auf der Diagnostik. Trotzdem sind die wichtigsten Untersuchungen im Haus, sowie jede andere erforderliche diagnostische Maßnahme (z.B. Röntgen, Endoskopie, Lungenfunktion) in enger Zusammenarbeit mit externen Anbietern möglich. Standardmäßig durchgeführt werden Labor, EKG, Lupen-Laryngoskopie, Sonographie und Bestimmung der Sauerstoffsättigung.

Therapieangebote:

  • Patienteninformation und Gesundheitsschulung: Gesundheits- und Ernährungsberatung, Patientenschulung z. B. Umgang mit Lymphödem, Schmerzbewältigung und Beratung von brustoperierten Frauen, Brustprothetik, Sexualberatung nach gynäkologischen Operationen und Prostatektomie, Behandlung von Wechseljahrbeschwerden, prämenstruellem Syndrom, Inkontinenz und Senkungsbeschwerden. Frauengesprächsgruppe. Erlernen des Umgangs mit der Trachealkanüle oder anderen Hilfsmitteln für Laryngektomierte u.a.
  • Logopädie: Stimmrehabilitation, einzeln oder in Kleingruppen, fazio-orale Therapie, Schlucktraining, Ratschläge und Anleitungen für Tracheostomaträger zur Selbsthilfe und zur Milderung von Handicaps
  • Individuelle Kostzubereitung für Pat. mit Kau- und Schluckstörungen (Sonde möglich),
  • Porternährung nur in Ausnahmefällen
  • Individuell angepasste manuelle Lymphdrainage mehrmals wöchentlich bis täglich
  • Krankengymnastik: Atem- und Schultergymnastik, letzteres vor allem nach Neck dissection, Accessoriusläsion oder Brustkrebsoperationen; Beckenbodengymnastik, Wirbelsäulengymnastik; u.a. Angeboten werden sowohl Gymnastikgruppen als auch individuell verordnete Einzelgymnastik
  • Thermo-Hydro-Balneotherapie: Kälteapplikation, Peloidkneten, Moorpackung, Heiße Rolle, Kneipp-Güsse, Wechselbäder, medizinische Bäder
  • Elektrotherapie: lokal elektrische Galvanisation, Iontophorese, Reizstromtherapie, Hochvolttherapie, Anleitung zur Elektrostimulation (TENS), Mittelfrequenztherapie und Ultraschall
  • Inhalationen (das eigentliche Bad Reichenhaller Kurmittel): Sole-Apparate-Inhalation und Freiluftinhalation am Gradierwerk, auch eine Inhalation im Patientenzimmer (z.B. bei zeitweise bettlägerigen Patienten ist möglich)
  • Massage: Ganzkörper- oder Teilkörpermassage, Akupunkt-, Bindegewebs- und Fußreflexzonenmassage, Querfriktion, Vibrationsmassage, ergänzende Behandlungen mit medizinischer Massageliege
  • Raucherberatung und Raucherentwöhnungstherapie in individuell verordneter Intensität
  • Sport- und Rekreationstherapie: Fitnessraum und Ergometer, Radfahren, Wandern,
  • Soziale Kommunikation: Besichtigungsfahrten, Diavorträge, Videovorführungen, geführte Wanderungen, Spieleabende, Billard, Tischtennis u.a..
  • Psychologische Betreuung: Einzel-und Gruppengespräche, Entspannungstraining zum Stressabbau und zur Schmerzlinderung, Ergotherapie, Gestaltungstherapie und Musiktherapie
  • Sozialberatung

Psychoonkologie

Im Rahmen der onkologischen Fachabteilung halten wir bei Bedarf und Indikation ein umfassendes psychoonkologisches Angebot vor. Es ist individuell abgestuft und umfasst Information, Beratung, Vermittlung von Bewältigung- und Entspannungstechniken, kreative Therapien in der Gruppe bis hin zu stützenden psychotherapeutischen Einzel- und Gruppengesprächen. Das psychosoziale Therapieangebot begünstigt vor allem die psychische Verarbeitung der Krebserkrankung und fördert Stressabbau. Stressabbau trägt zur Stabilisierung des Immunsystems bei. Des Weiteren werden im Sinne der Verbesserung der Lebensqualität gezielt Ressourcen erarbeitet und diese mobilisiert.
Der psychoonkologische Schwerpunkt der Abteilung Onkologie und Innere Medizin unserer Klinik ist Teil des Netzwerks Psycho-Soziale-Onkologie, München (Projektgruppe am Tumorzentrum) am Klinikum rechts der Isar (TU) und der Medizinischen Klinik und Poliklinik III des Klinikums der Universität München (LMU)-Großhadern.
Die fachliche Betreuung ist gewährleistet durch Fachärzte für Innere Medizin, Onkologie, Gynäkologie, Pulmologie, Allgemeinmedizin, HNO, Neurologie, Psychiatrie, Psychosomatik und psychologischen Psychotherapeuten (Tiefenpsychologie, Psychoanalyse und Verhaltenstherapie).